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„In-Christus-Sein macht den Unterschied“

Von Hans-Martin Julius
Theologische Vizepräsidentin der EKvW Susanne Falcke (Foto: Stephan Schütze)

Susanne Falcke als neue Theologische Vizepräsidentin der EKvW eingeführt, Ulf Schlüter verabschiedet

Bielefeld/Dortmund. Susanne Falcke ist neue Theologische Vizepräsidentin der Evangelischen Kirche von Westfalen. In einem feierlichen Gottesdienst zum Auftakt der Frühjahrstagung der Landessynode in der Dortmunder Kirche St. Reinoldi wurde die 51-jährige durch Präses Adelheid Ruck-Schröder in das zweithöchste Leitungsamt der westfälischen Kirche eingeführt.

Susanne Falcke ist die neue Theologische Vizepräsidentin der Evangelischen Kirche von Westfalen (Foto: Schütze)

Ein mit fröhlichem Lächeln beherzt gesprochenes „Ja, mit Gottes Hilfe“, war alles, was es dazu noch brauchte. Schließlich hatte die Synode der westfälischen Landeskirche die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken bereits im November vergangenen Jahres zur Nachfolgerin von Ulf Schlüter gewählt. Dieser wurde am Samstag nach acht Jahren im Amt in seiner Heimatkirche in den Ruhestand verabschiedet.

Präses Ruck-Schröder rief die Gemeinde dazu auf, Falcke nach Kräften in ihrer Arbeit an der Kirche zu unterstützen. „Achtet den Dienst eurer Theologischen Vizepräsidentin. Steht ihr bei und betet für sie.“ Falcke selbst wünschte sie im Gebet Mut und Klarheit für die kommenden Aufgaben und das „Geschick, Menschen ins Gespräch zu bringen, Gegensätze zu überbrücken und Ausgleich zu fördern.“

In den Ruhestand verabschiedet wurde Falckes langjähriger Vorgänger Ulf Schlüter (Copyright Stephan Schütze)

In ihrer Predigt sprach sich Susanne Falcke für die konsequente Weiterarbeit an der Transformation der Kirche aus. „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur“, zitierte sie aus dem 2. Korintherbrief und machte deutlich, dass christlicher Glaube stets auf Veränderung und Neu-Werden zielt. Dieses Neue sei mehr als ein bloßer Neuanfang, erklärte Falcke. Es meine eine Verwandlung des Menschen und der Kirche im Vertrauen auf Gottes Zusage: „Siehe, ich mache alles neu.“ Gerade angesichts tiefgreifender Umbrüche in Kirche und Gesellschaft gelte es, diese Verheißung ernst zu nehmen und dem Wandel mutig zu begegnen.

Zugleich sprach Falcke offen über die Spannungen und Herausforderungen, die dieser Weg mit sich bringt. Viele Menschen, egal ob Kirchenmitglieder oder nicht, verspürten aber noch immer einen Hunger – nach Sinn, Tiefe und Gemeinschaft. Das könne für die Evangelische Kirche von Westfalen in allen, auch schmerzhaften, Veränderungen als Leitstern dienen. Kirche der Zukunft entstehe dort, wo Sehnsucht Raum bekomme, Gegensätze ausgehalten würden und Menschen sich im

gemeinsamen „In-Christus-Sein“ neu aufeinander einließen. „Dieses ‚In Christus sein‘ ist der springende Punkt, der den Unterschied macht für alles, was schon ist, und für alles, was noch kommt.“

Zur Person:

Susanne Falcke stand seit Anfang 2022 als Superintendentin an der Spitze des Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken. Zuvor war sie mehrere Jahre lang Pfarrerin in Dülmen und seit 2020 darüber hinaus als Assessorin – also stellvertretende Superintendentin – im Kirchenkreis tätig. Unter Ihrer Leitung wurden die Kirchengemeinden zu sechs Kooperationsräumen zusammengeschlossen, das erste Interprofessionelle Pastoralteam als Leitungsgremium in der Gemeinde in Gronau eingeführt und die Evangelische Jugend mit dem Jugend- und Bildungswerk im Kirchenkreis Münster zusammengeführt.

Ihr Studium der Evangelischen Theologie absolvierte die 51-jährige Pfarrerin in Münster und Berlin. Dort, an der Kapelle der Versöhnung an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, verbrachte sie auch die Zeit ihres Vikariats, bis sie 2008 in ihre westfälische Heimat zurückkehrte.

Susanne Falcke ist verheiratet und Mutter von zwei Töchtern und einem Sohn.

Als Theologische Vizepräsidentin wird Falcke unter anderem verantwortlich sein für die Leitung des Landeskirchenamtes, die inhaltlichen Bereiche Bildung, Diakonie, Ökumene und kirchliches Leben sowie die Vertretung der Präses. Ihren Dienst in der Landeskirche tritt sie zum 1. Mai 2026 an.

(Pressemitteilung der EKvW vom 25.4.2026)