Feiern im Regen
Verwaltung und Kirchmeister:innen trafen sich nach getaner Arbeit an der Ruhr. Das Wasser von oben tat der guten Stimmung keinen Abbruch

Der Regen pladdert leise auf den großen bunten Schirm vor der Gastronomie am Zollhaus an der Ruhr, während sich darunter Almut Mittelbach, Silvia Bergmann und Henning Waskönig angeregt über die Veränderungen in der Welt der Friedhöfe unterhalten. Kein typisches Thema für eine After Work Party, aber eines, das der Kirchmeisterin aus Hagen-Haspe, der Mitarbeiterin der kirchlichen Verwaltung und dem Superintendenten Arbeit und manchmal Kopfzerbrechen bereitet.
Ein paar Minuten später. Der Regen hat sich verzogen und Martin Voit, Leiter des gemeinsamen Kreiskirchenamts der evangelischen Kirchenkreise Hagen, Hattingen-Witten und Schwelm, eröffnet die Party offiziell. Sandra Brecht von der Gemeinde an Elbsche & Ruhr und Karsten Senner aus Alt-Wetter haben sich einen der Stehtische gesichert. Sie tauschen sich über die Erfahrung aus, ein Gemeindehaus aufzugeben.

Währenddessen geht Julia Holtz, Superintendentin in Hattingen-Witten, im Gespräch von Tisch zu Tisch, und führt „gute Gespräche auch mit Menschen, die ich nie kennengelernt hätte, zum Beispiel einigen Kirchmeisterinnen und Kirchmeistern aus dem Kirchenkreis Schwelm.“ Ganz nebenbei kann sie auf dem kleinen Dienstweg ein paar Fragen klären, für die sie sonst lange E-Mails hätte schreiben müssen.
Thilo Brökling von der Kirchengemeinde Schwelm findet schön, „wenn nicht jeder nur unter dem eigenen Kirchturm bleibt.“
Es entsteht der Eindruck, dass die jährliche After Work Party mit 70 Menschen aus Verwaltung und Gemeinden schon beim zweiten Durchgang zur festen Einrichtung geworden ist. Das lässt der Vorschlag, das Treffen „alle paar Jahre auch mal an anderer Stelle stattfinden zu lassen“, um noch mehr Kirchmeister:innen zur Teilnahme zu locken, vermuten.
„Fortsetzung erwünscht“ ist ein schönes Fazit für eine Veranstaltung, bei der Regenschauer die Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder unter den großen Schirmen zusammentrieben. Dem Kennenlernen hat es nicht geschadet.

Kirchmeisterinnen und Kirchmeister tragen in ihren Gemeinden viel Verantwortung. Nicht selten geht es dabei um große Projekte und Beträge, und die will man gut verwaltet wissen. Ihre Verantwortung wollen auch die Mitarbeitenden des Kreiskirchenamtes wahrnehmen. Da die unterschiedlichen Perspektiven (und Arbeitszeiten) öfter zu Frust auf beiden Seiten führten, setzte man sich 2024 zusammen. Wo hakt es? Wie können wir besser zusammenarbeiten? Eine der Ideen war ein formloses Treffen, um sich in entspannter Atmosphäre besser kennenzulernen, ohne dass es gleich wieder um ein konkretes Projekt geht. Daraus wurde die After Work Party an der Ruhr, die jetzt zum zweiten Mal erfolgreich stattgefunden hat.
Die Gastronomie im Zollhaus Herbede wird von der Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung betrieben. Gesellschafter sind neben der Stadt Witten verschiedene Player der Stadtgesellschaft, unter anderem der Evangelische Kirchenkreis Hattingen-Witten.