Spendenaufruf
WDR berichtet über das Haus am Weststrand und die umfangreichen Arbeiten an seiner Fassade

Der Dortmunder Journalist Kay Bandermann hat sich auf den Weg nach Norderney gemacht, um sich von Matthias Küstermann über den Stand der aufwändigen Fassadenrenovierung am Haus am Weststrand informieren zu lassen:
Neues Kleid für Ferienheim auf Norderney (WDR-Filmbeitrag):
https://www1.wdr.de/nrw/ruhrgebiet/ennepe-ruhr-kreis/kirchenkreis-hattingen-norderney-spendenaktion-108.html?at_medium=wdr.de&at_campaign=sharing&at_source=E-Mail
„Sonne, Wind und Regen – das raue Nordseeklima nagt an der weißen Fassade der markanten Villa „Haus am Weststrand“. Das 1894 errichtete Gebäude ist eines der schönsten auf Norderney. Viele Familien aus dem Kirchenkreis Hattingen-Witten verbringen hier schon seit Jahren ihre Sommerferien.
von Kay Bandermann
6.000 Besucher kommen pro Jahr. Sie schätzen die gemeinschaftliche Atmosphäre und profitieren von den vergleichsweise günstigen Preisen. Doch jetzt steht dem „Haus am Weststrand“ ein finanzieller Kraftakt bevor.
Der Putz der Fassade ist an vielen Stellen gerissen, die Stuckelemente bröckeln, und auch am Holzdach sieht man schwere Schäden. Ein Fachbetrieb hat mit der Erneuerung bereits begonnen. Geschäftsführer Matthias Küstermann hat durchgerechnet. „Durch die Auflagen des Denkmalschutzes ist die Sanierung sehr aufwändig und kostet mindestens 500.000 Euro.“
Spendenaktion, um höhere Preise zu vermeiden
Geld, das er nicht aus den allgemeinen Mitteln der Kirchensteuer nehmen darf. Gleichzeitig will Küstermann die Preise möglichst nicht erhöhen. „Es ist uns als Kirchenkreis wichtig, dieses Angebot für Familien und Reisegruppen unserer Gemeinden so günstig wie möglich zu halten.“ Deshalb suchte der Kirchenkreis nach anderen Wegen, um das beliebte Feriendomizil zu retten, das seit 1972 im Besitz der Kirche ist.
Er rief zu freiwilligen Spenden für das „Haus am Weststrand“ auf. Bis jetzt sind rund 15.000 Euro zusammengekommen. Das ist noch weit entfernt von den tatsächlichen Kosten. Doch Geschäftsführer Küstermann hofft, dass weitere Spender folgen. Ansonsten muss er die Sanierungskosten aus den Überschüssen des Feriendomizils selbst bezahlen.
Ehrenamtliche Helfer aus dem Ruhrgebiet
Die Villa am Norderneyer Weststrand mit 52 Zimmern war früher ein Kinderferienheim der Diakonie. Es ist eine der wenigen, verbliebenen kommerziellen Ferienherbergen der Kirche. Dass sie überhaupt mit Gewinn betrieben werden kann, liegt am Einsatz vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer. Margot Peter aus Hagen ist eine von ihnen. Die 77-jährige suchte nach dem Tod ihres Mannes eine sinnstiftende Aufgabe für sich.
Gäste loben die familiäre Atmosphäre
Jetzt fährt die rüstige Rentnerin mehrfach im Jahr nach Norderney und hilft in der Küche oder im großen Speisesaal bei der Bewirtung der Gäste – viele davon Stammgäste. „Die Menschen kommen wegen der guten Lage am Strand und wegen der besonders familiären Atmosphäre“, weiß Margot Peter aus vielen Gesprächen. Es gibt Spieleabende, Bibelstunden und andere Gemeinschaftsaktivitäten. Der christliche Geist des Hauses sei wichtig, sagt Geschäftsführer Matthias Küstermann, aber nicht zwingend. „Es gilt: Alles kann; nichts muss.“
Ehrenamtliche wie Margot Peter haben Unterkunft und Verpflegung frei, bekommen aber kein Geld für ihre Arbeit. Genauso verhält es sich mit den Reisebegleitern der Gruppen aus dem Ruhrgebiet. Auch sie – Theologen, Pädagogen, Sozialarbeiter – machen das ehrenamtlich. Ein finanzieller Glücksfall für Matthias Küstermann. „Würden wir einen hauptberuflichen Theologen hier beschäftigen, wäre der gesamte Jahresüberschuss weg.“
Bauarbeiten während der Urlaubssaison
Für den Sommer und Herbst ist das „Haus am Weststrand“ ausgebucht. Die Sanierung der Fassade läuft weiter. Die Gäste können dann beobachten, wie die alte Strandvilla ein neues robustes Kleid bekommt und für die kommenden Jahre gegen Wind und Wetter geschützt ist.
Unsere Quellen:
- Interview mit Geschäftsführer Matthias Küstermann
- Interview mit Margot Peter, ehrenamtliche Helferin
- WDR-Reporter vor Ort
(Sendung: WDR.de, Evangelische Kirche Witten saniert bekanntes Feriendomizil auf Norderney, 16.07.2026, 5.00 Uhr)
Das Haus am Weststrand hat auf seiner Internetseite einen Spendenaufruf veröffentlicht:
Spendenaufruf
GEMEINSAM GEGEN DEN WIND – SPENDEN FÜR STABILE MAUERN UND PREISE
Lassen Sie sich gern den Nordseewind um die Ohren pfeifen? Herzlich willkommen am Weststrand.
Wir freuen uns mit Ihnen!
Für ein Gebäude ist das Wetter auf der Insel eher Arbeit als Urlaub. Mehr als 7.000 Tage und Nächte Wind, Salzwasser, Salzwasser, Sand, Möwen und alles, was die Nordsee zu bieten hat, davon könnte die Fassade des Hauses am Weststrand erzählen, und es wäre nur die Zeit seit ihrer letzten Renovierung vor zwanzig Jahren. Die Holzbalken sind teils noch viel älter. Nun bröckelt der Putz, Wasser dringt ein. Wir müssen etwas tun!
Unser Anspruch ist es, auch in Zukunft möglichst vielen Menschen, unabhängig von ihrem Einkommen, eine bleibende und auch bezahlbare Zeit bei uns zu ermöglichen. Daher möchten wir nicht einfach die Preise um mindestens 15 € pro Übernachtung erhöhen, sondern versuchen, einen möglichst großen Anteil der notwendigen Renovierungsarbeiten über Fördermittel und Spenden zu finanzieren.

Wenn Sie also die Möglichkeit haben, uns bei der Bewältigung von voraussichtlich mehr als 500.000 € Renovierungskosten zu unterstützen, freuen wir uns über Ihre Spende. Sie wird uns helfen, das einzigartige Angebot des Hauses am Weststrand aufrecht zu erhalten.
Spendenkonto:
Haus am Weststrand / Kirchenkreis Hattingen-Witten
DE79 3506 0190 2001 1260 43
Verwendungszweck:
231000/48200000/Aussenfassade
Wir bedanken uns im Namen all unserer Gäste sowie des Evangelischen Kirchenkreises Hattingen-Witten als Träger ganz herzlich für Ihre Verbundenheit!
Bitte beachten Sie:
Ihr Haus am Weststrand gilt als „Betrieb gewerblicher Art“. Daher ist es leider nicht möglich, eine Spendenquittung auszustellen. Dennoch hoffen wir sehr auf Ihre finanzielle Beteiligung, wenn Sie die Möglichkeit dazu haben. Wir setzen unsererseits alles daran, Fördermöglichkeiten für das Haus am Weststrand zu finden.
Noch einmal: Herzlichen Dank!