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Aus der Jugendarbeit, in die Jugendarbeit

Von Hans-Martin Julius

Herzlich Willkommen, Carina Schulze!

Die neue Jugendreferentin für den Kooperationsraum Witten-Ost, Carina Schulze, wurde am 7. April in der Erlöserkirche in Witten-Annen in ihr Amt eingeführt. Ihr Werdegang in der Kirche liest sich wie der Traum jeder Personalabteilung: 33 Jahre alt, mehr als 20 Jahre Berufserfahrung. Und das kam so: Ihre Mutter, die sich der evangelischen Kirche verbunden fühlte, stellte Frau Schulze und ihren drei Geschwistern vor, welche Angebote es in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der örtlichen Gemeinde gab. Besonders bei Carina stießen die Aktivitäten auf sehr viel Gegenliebe.

Carina Schulze: „Ich freu mich darauf, mit ganz vielen Menschen zu arbeiten“
(Foto: hmj)

Parallel spielte die 8-Jährige Handball. Im Verein übernahm sie nach dem Vorbild des Vaters später das Training für die Kleinen. In der Gemeinde durchlief sie die Angebote für Kinder, nahm an der Jungschar und dem Kindergottesdienst teil, ließ sich konfirmieren, und übernahm auch hier bald Verantwortung als Teamerin. Bereits als Teenager saß sie zudem im Gemeindebeirat.

Schon früh war die Jugendreferentin begeistert von der Arbeit mit Kindern, die sie bis zur Konfirmation eng begleitete. „Konfiarbeit ist in der ganzen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bis heute das, was ich am liebsten mache“, erzählt Schulze. „Eine coole Konfizeit auf die Beine stellen, damit die Jugendlichen Kirche positiv wahrnehmen und einen Ort finden, wo sie begleitet werden, sich wohlfühlen und sich angenommen fühlen – das ist meine Motivation.“

In ihrer Heimatgemeinde in Gütersloh stand für sie immer die Praxis im Vordergrund. „Ich hab einfach alles mitgenommen, was Kirche zu bieten hat, war früh Presbyterin und hab sogar zeitweise auf Minijob-Basis als Küsterin gearbeitet.“ Das Studium der Sozialen Arbeit und Diakonik führte sie schließlich nach Bethel. „Nach all der Praxis habe ich das dann als etwas verschult empfunden, konnte mir aber den theoretischen Unterbau für meine praktische Arbeit holen“, blickt Schulze zurück. „Ich bin eher der praktische Typ: Planung in der Theorie ja, aber bitte immer praxisbezogen und mit konkreten Projekten.“

Nach dem Studium entschieden sie und ihr Mann sich aus ganz praktischen Gründen für das Ruhrgebiet. Hier gab es attraktive Stellen für beide. In Wattenscheid, wo sie mit zwei kleinen Kindern zurzeit wohnen, ist er als Berufsschulpfarrer tätig, sie arbeitete bis vor kurzem in einer Gemeinde mit Kindern.

Der Situation im Wittener Osten, wo in einer der Kirchengemeinden nach den Kirchwahlen neu über die Kooperation nachgedacht wird, begegnet sie mit großem Interesse. Dabei kommt ihr ihre Erfahrung in der Kirche zugute, um bei der Erstellung neuer Strukturen mitzudenken. Aktuell sieht sie Zeitdruck für die Entscheidung, die Konfiarbeit auf das Ein-Jahres-Modell umzustellen.

Was auch immer geschieht: Carina Schulze fühlt sich in Witten sehr gut aufgenommen: „Ich freu mich darauf, mit ganz vielen Menschen zu arbeiten, sie begleiten zu dürfen, und Pläne mit Menschen umzusetzen, die Lust darauf haben.“

(hmj)