„Ich glaube, das wird gut“
Malte Möring freut sich auf sein Vikariat in der evangelisch-lutherischen Johannis-Kirchengemeinde
Seit Anfang April ist Malte Möring Vikar in der Wittener Innenstadt-Gemeinde Johannis. Da dieser Teil der theologischen Ausbildung nicht mehr zwingend mit dem Dienst an einer Schule beginnt, hat die Kirchengemeinde ihn auch schon begrüßen können. Hier stellt er sich kurz selbst vor:

„Wer bin ich?
Mein Name ist Malte Möring, ich bin Anfang 30 und benutze im Moment das Pronomen „er“. Ich komme ursprünglich aus Wuppertal und bin – seit ich dort weggezogen bin – gerne mit dem Fahrrad unterwegs. Befreiungstheologie begeistert mich sehr, und Gott finde ich in Kirchen genauso wie unter Bäumen.
Wie bin ich zum Pfarrberuf gekommen?
Wahrscheinlich sollte hier jetzt eine sehr überzeugte Antwort kommen – aber ich unterhalte mich einfach gerne. Diese kleinen Gespräche, zwischen Tür und Angel, oder auch die längeren in einer Gruppe, wenn wir alle einen Fokus haben. Die mag ich sehr. Ich glaube, dass wir in diesen kleinen Gesprächen sichtbar werden füreinander . Und dass vielleicht etwas von dem sichtbar wird, was uns als Kirche antreibt. Diese Geistkraft Gottes, von der immer alle reden.
Worauf freue ich mich in der Johannisgemeinde?
Darauf, zusammen laut zu sein und zusammen leise zu sein. Wo das beides zusammenkommt? Zum Beispiel in den Kindergarten-Andachten meiner Mentorin Mareike Gintzel. In gesellschaftspolitischen Fragen: Was bedeutet es für uns, in einer diversen Gesellschaft zu leben? Welche Erfahrungen kommen in unserer Gemeinde vor, welche (noch) nicht? Ich freue mich auf die Arbeit mit trauernden Menschen, auch wenn das keine leichte Arbeit ist. Und ich freue mich auf jeden Segen: Jeden sichtbaren, am Ende einer Kindergarten-Andacht, und jeden unsichtbaren. In einem Gespräch. In einer Tasse Kaffee. Ich glaube, das wird gut.“