Möglichkeiten und Perspektiven
Synodale Versammlung beriet über Ergebnisse der Prüfung einer Vereinigung der Kirchenkreise Hattingen-Witten, Hagen und Schwelm

– Wie stehen die Synodalen einer möglichen Vereinigung der Evangelischen Kirchenkreise Hattingen-Witten, Hagen und Schwelm bis 2030 gegenüber? Dieser Frage widmete sich die gemeinsame Synodale Versammlung am 2. Oktober in der Johanniskirche am Markt in Hagen. Über 100 Synodale verfolgten die Vorstellung der Ergebnisse einer seit Dezember vergangenen Jahres laufenden Prüfung.
Eine eigens eingesetzte Steuerungsgruppe hatte sich mit den Voraussetzungen, Möglichkeiten und Perspektiven einer gemeinsamen Zukunft beschäftigt. Die Ergebnisse wurden den Superintendent*innen Julia Holtz (Hattingen-Witten), Andreas Schulte (Schwelm) und Henning Waskönig (Hagen) vorgestellt.
Stimmungsbild
Am Ende wurde ein unverbindliches Stimmungsbild eingeholt. Dabei sprach sich eine deutliche Mehrheit der anwesenden Synodalen dafür aus, den Gedanken einer Vereinigung weiterzuverfolgen. Positiv hervorgehoben wurden das bisherige Tempo des Prozesses und der ambitionierte Zeitplan.
Das Ergebnis ist ein Stimmungsbild und noch keine Entscheidung über die Aufnahme des Vereinigungsprozesses. Darüber beraten und entscheiden die drei Kreissynoden in ihren Sitzungen im November und Dezember. Erst wenn sie die entsprechenden Tendenzbeschlüsse fassen, kann der Prozess weiter vorangetrieben werden. Im weiteren Verlauf müssen schließlich auch alle beteiligten Presbyterien einer Vereinigung zustimmen.
Die drei Kirchenkreise arbeiten bereits heute in Bereichen wie der Notfallseelsorge, der Prävention und der Verwaltung eng zusammen. Eine mögliche Vereinigung entwickelt diese gewachsenen Strukturen weiter. Ziel ist es, Kräfte zu bündeln, vorhandene Kompetenzen gemeinsam zu nutzen und die kirchliche Arbeit langfristig zukunftsfähig aufzustellen.
„Eine Vereinigung bietet die Chance, an unserer bisherigen Zusammenarbeit anzuknüpfen und gemeinsame Strukturen weiter zu stärken“, sagt Superintendentin Julia Holtz. „Mit ihr werden wir unsere kirchliche Arbeit auch unter zukünftigen Rahmenbedingungen weiterhin erfolgreich aufstellen.“
