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Friedensgebete der Religionen

Von Hans-Martin Julius
Vertreterinnen und Vertreter der Religionen im Altarraum der Wittener Johanniskirche, im Vordergrund das Friedenslicht

Jährliche Veranstaltung zeigt die Vielfalt des Glaubens und den gemeinsamen Wunsch nach Frieden

Vertreterinnen und Vertreter der teilnehmenden Glaubensgemeinschaften im Altarraum der Evangelischen Johanniskirche
„Es ist berührend, dass so viele Menschen aus verschiedenen Religionen zusammenkommen und sich an ihren Traditionen teilhaben lassen,“ merkte Superintendentin Julia Holtz nach der Veranstaltung an

Zu den Friedensgebeten der Religionen versammelten sich am 5. Februar über 100 Menschen in der Wittener Johanniskirche. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Religionen trugen dabei Texte zum Frieden aus ihren heiligen Schriften vor, ob jüdisch, islamisch, christlich (griechisch-orthodox, evangelisch und der Christengemeinschaft, die eine anthroposophische Interpretation des Christentums darstellt), des Bahai-Glaubens oder des Sikhismus. Die große Vielfalt des Glaubens kam auch darin zum Ausdruck, dass Texte neben Deutsch auch in der Sprache vorgetragen wurden, die im Gottesdienst üblich ist. So sang der Imam in Hocharabisch und der Vertreter der jüdischen Gemeinde in Hebräisch. Nana Shanava trug den biblischen Text in Georgisch vor, und die Vertreterin der Sikhs ebenfalls in ihrer Muttersprache.

Gemeinsames Gebet

Am Ende gab es ein gemeinsames Gebet für Frieden, das nur allgemein an „Gott“ gerichtet war und das viele mitsprachen. Bürgermeister Dirk Leistner und Armin Suceska, Vorsitzender des Integrationsrates der Stadt Witten und Dezernent für Kultur, Heimat und Sport im EN-Kreis, sprachen Grußworte.

„Das Friedensgebet der Religionen ist eine wunderbare Gelegenheit, einen kleinen Einblick in die Vielfalt der religiösen Traditionen im Ruhrgebiet zu bekommen, die man im Alltag oft gar nicht wahrnimmt,“ freute sich Superintendentin Julia Holtz über die gemeinsame Veranstaltung. Sie findet jedes Jahr im Wechsel in einer Moschee oder einer Kirche statt und wird von einem Vorbereitungskreis um Anne Baltzer (Christengemeinschaft) organisiert.